Der erste Kaffee am Morgen, das Lesen der Nachrichten oder auch das Zähneputzen vor dem Zubettgehen – wir alle haben Rituale, die wir täglich wiederholen.
Im Yoga nennen wir unsere tägliche Praxis Sadhana.
Sie ist unglaublich wertvoll, weil erst die Regelmäßigkeit und die Wiederholung die heilsame Wirkung in ihrer vollen Kraft in deinem Leben verankern.
Was bedeutet Sadhana?
Sadhana ist eine spirituelle Praxis, die uns hilft, unsere innere Verbindung zu vertiefen und ein erfüllteres Leben zu führen.
Es ist der Weg, den wir gehen, um unsere Ziele zu erreichen und unser wahres Selbst zu entdecken.
Diese tägliche spirituelle Ausrichtung, die du absichtlich, sorgfältig und achtsam wiederholst, ist erst einmal eine Vereinbarung mit dir. Die wiederkehrende Erinnerung daran, dass der Alltag nicht nur ein dumpfes Sein aus Schlafen, Essen, Trinken und Arbeiten ist.
Jede:r von uns hat einen einzigartigen Weg.
Was kann Sadhana sein?
Sadhana ist nicht nur auf die Matte beschränkt. Es geht darum, Achtsamkeit und Intention in deinen Alltag zu bringen. Ob auf der Matte, beim Mantrasingen, Pranayama, Journalen, bei der körperlichen Reinigung, in der Meditation oder Stille.
Es kommt keinesfalls auf die Quantität, also die Dauer des Sadhana an, vielmehr auf die Qualität – lieber innig und kurz als erzwungen und lang.
Finde für deine persönliche Praxis heraus, wann für dich ein gutes Zeitfenster für Sadhana ist und wie lange du täglich, wiederkehrend dafür Zeit einräumen möchtest.
Unser Tipp: Der Morgen bietet sich als ideales Zeitfenster an, weil die Welt noch ruhig und dein Geist frisch statt von Alltagsanforderungen überlagert ist.
Wie finde ich mein Sadhana?
Um deine persönliche Sadhana zu finden, darfst du reflektieren, was dir Freude und Erfüllung bringt. Experimentiere mit verschiedenen Praktiken und finde heraus, was sich für dich richtig anfühlt.
Selbstreflexion: Beginne dich ehrlich zu Fragen: Was sind meine Ziele, Wünsche und Herausforderungen? Was interessiert mich wirklich? Journalen kann hierbei hilfreich sein – schreibe deine Gedanken und Gefühle auf, um Klarheit zu gewinnen.
Inspiration suchen: Lass dich von verschiedenen Traditionen und Praktiken inspirieren. Das kann Yoga, Meditation, Chanting, Achtsamkeit, Tai-Chi oder sogar kreative Aktivitäten wie Malen oder Musizieren sein. Besuche Workshops, lese Bücher oder schaue dir Videos an, die dir gefallen.
Intuition folgen: Höre auf deine innere Stimme. Oft spürst du intuitiv, was dich anspricht und dir gut tut. Probiere verschiedene Praktiken aus und beobachte, wie sie sich auf dein Wohlbefinden auswirken.
Alles kann Sadhana sein. Die Art und Weise, wie du isst, wie du sitzt, wie du stehst, wie du atmest, wie du deinen Körper, Verstand, deine Energien und Emotionen führst – das ist Sadhana.
Unsere Tipps für die Integration in den Alltag
Der Weg ist ein Prozess. Erlaube dir, in deinem eigenen Tempo zu wachsen. Es ist nicht wichtig, perfekt zu sein, sondern regelmäßig zu üben.