Ich bin 2020 als Yogalehrerin gestartet, weil ich den Raum für Bewegung und Stille liebe. Gründung und Unternehmertum waren damals überhaupt nicht auf meinem Radar. Bis 2022 Johanna – und damit youyoga – in mein Leben kam. 😊
Aus der Leidenschaft wurde ein echtes Unternehmen. Rechte, Pflichten, Verantwortung und der Druck, auch gegen Widerstände zu entscheiden, sind seitdem mein tägliches Brot. Heute möchte ich über ein Thema schreiben, das mich im letzten Jahr tief bewegt und youyoga im Inneren verändert hat. Mein Weg von der Einzelunternehmerin zur offiziellen Arbeitgeberin.
Der Schubs vom Staat – Ein Segen auf den zweiten Blickforderungen
Warum auf einmal Anstellung?
In der Yogaszene ist das doch völlig unüblich. Fast alle arbeiten mit Honorarkräften, und das funktioniert doch (scheinbar) gut?
Der Auslöser war rechtlich. Das sogenannte „Herrenberg-Urteil“ und die verschärften Kriterien der Rentenversicherung zur Abgrenzung von Scheinselbstständigkeit. Die Übergangsfristen laufen (nach aktuellem Stand) Ende 2027 ab.
Ehrlich?
Anfangs war ich genervt.
Die Statusfeststellung und die bürokratischen Hürden fühlten sich wie ein Klotz am Bein an. Warum muss alles so kompliziert sein? Doch genau dieser Impuls von außen wurde zum Wendepunkt. Ich entschied mich gegen das „Weiter so“ und für eine klare Struktur: Das Team klein halten, aber den Menschen, die diesen Raum mitgestalten, echte Sicherheit geben.
Commitment statt Flexibilitäts-Falle
Im letzten Jahr hat sich etwas Wundervolles herauskristallisiert. Was ich anfangs als reine Verpflichtung sah, hat sich in echte Verbundenheit verwandelt. Wir gestalten youyoga jetzt gemeinsam. Jede bringt ihre Expertise exklusiv für unsere Community ein – und das macht einen riesigen Unterschied! Es bringt Tiefe, Individualität und vor allem Professionalität in unsere Angebote. Das merken auch unsere zufriedenen Membis. 😊
Dankbarkeit für den Weg
Ich bin unglaublich dankbar für jeden Schritt, den ich bisher gehen durfte. Ohne die Flexibilität von Honorarkräften wäre das Studio nie so gesund gewachsen. Jede Phase hat ihre Daseinsberechtigung. Und ja, ich weiß, dass meine Entscheidung für die Festanstellung nicht überall auf Jubel stieß. Veränderungen sorgen oft erst einmal für Unmut. Aber das gehört zum Wachstum dazu.