40 Stunden die Woche ackern, 9 till 5, sich von Wochenende zu Wochenende hangeln, auf den großen Jahresurlaub hin fiebernd. Muss das eigentlich noch sein?

Wenn uns die Pandemie eins gelehrt hat, dann doch, dass wir flexibel und selbstverantwortlich agieren können.

Warum laufen wir dennoch wie ein Hamster im Rad?

Die Geschichte beginnt bereits bei unseren preußischen Vorfahren, welche unter anderem mit Gehorsamkeit, Fleiß und Pünktlichkeit ihr Stadtwesen aufbauten. Charakteristisch für das preußische Gesellschaftssystem war eine strenge Hierarchie. Die Kluft zwischen Hof und Adel, Gläubiger und Pfarrer, Schüler und Lehrer. Diese Denke zieht sich bis in unser heutiges Jahrhundert. Ein Machtgefüge, welches von Generation zu Generation weitergetragen wird.

Schon als Kinder bekommen wir gesagt:

  • „Lerne fleißig in der Schule, damit du später einen vernünftigen Job bekommst.“
  • „Harte Arbeit zahlt sich aus.“
  • „Von nichts, kommt nichts.“

Wir alle wollen ein Stück weit zur Gesellschaft beitragen. Aber um welchen Preis?

In jedem von uns huschen hin und wieder diese Glaubenssätze hoch. Mit der Konsequenz, dass wir uns Pausen nicht erlauben oder ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir ‚untätig‘ sind. Dabei ist es keine neue Erkenntnis, dass wir nicht jeden Tag 130% geben können. Unsere deutschen Tugenden verlangen es aber (unterbewusst) von uns.

  • Sei fleißig und artig, dann wird aus dir etwas werden.
  • Sei aufrichtig und halte dich an die Regeln, dann wirst du deinen Lohn erhalten. 
  • Sei pünktlich, sei tolerant, sei zuverlässig…sei dies sei das

Ganz wertfrei betrachtet, sind dies alles keine schlechten Tugenden. Uns sollte dennoch bewusst sein, dass tief in uns genau diese Sätze schlummern und einen enormen Druck in uns auslösen können. Und dieser Druck ist sehr machtvoll.

Sind wir uns dessen nicht bewusst, gelangen wir leicht in einen Strudel aus Stress, Leid und Unzufriedenheit. Die Quintessenz sind körperliche oder gar seelische Krankheiten.

Erwerbstätigkeit wird sich so NIE leicht anfühlen können.

Die Entscheidung liegt in uns!

Es ist eine Sache der Perspektive auf all die Anforderung, die gesellschaftlich an uns gestellt werden. Hierarchien sind in unserer Gesellschaft so tief verankert.

  • ChefIn – MitarbeiterInnen – Verhältnisse
  • LehrerInnen-SchülerInnen-Verhältnisse
  • Eltern – Kind – Verhältnisse

Wir leben nach wie vor in hierarchisch, machtvollen Strukturen. Nur ist es doch an uns diese Strukturen mitzugestalten.

Ganz egal ob wir MitarbeiterIn, LehrerIn, ChefIn oder Elternteil sind – wir alle haben eine Verantwortung FÜREINANDER.

Der Schlüssel liegt direkt vor uns – nämlich auf Augenhöhe.

Indem wir uns wertschätzend auf Augenhöhe begegnen, verständnisvoll und tolerant miteinander umgehen, können wir gegenseitig Wert liefern. Einen Wert, der viel mehr kann als nur Lohn und Gehalt nach Hause zu bringen. Einen Wert, der Beziehungen fördert, der Sinn und Vertrauen stiftet.

Ganz egal in welchem Job du unterwegs bist. Die eigentliche Erwerbstätigkeit ist nicht das, was du tagtäglich leistest, sondern das was dazwischen stattfindet.

  • Sich auf seinen Gegenüber einlassen
  • ihm/ihr zuhören
  • an die Menschen glauben und ihnen Vertrauen
  • sie ggf. auch einmal in den Arm nehmen, wenn es nötig und angebracht ist

Das was unsere Erwerbstätigkeit leicht werden lässt, ist ein Perspektivwechsel.

Weg von Leistung, Druck, Kontrolle und Hierarchie –  Hin zu Wertschätzung, Vertrauen, Augenhöhe und Toleranz.

Und das kann nur in jedem Selbst beginnen.

Beginne direkt jetzt für Dich zu sorgen, sodass sich deine Erwerbstätigkeit ab jetzt wieder leicht anfühlen darf.

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